In den Bergen wohnt die Freiheit, heißt es. Die große Freiheit hoch über dem Alltag, wo die Seele tiefer atmen kann. Im Bewusstsein, dass wir unserem Partner vertrauen können. Und gemeinsam möglichst sicher nach oben und wieder nach Hause kommen.
Dafür setzen wir Mitglieder im VDBS uns ein – mit all unserer Erfahrung, Kompetenz und Leidenschaft.




Bereits 1969 im Gründungsjahr des Verbands Deutscher Berg- und Skiführer wurde Udo Mitglied des VDBS.
Sein beruflicher Weg begann mit der Bergführerausbildung bei Anderl Heckmair, einem der bedeutendsten Alpinisten seiner Zeit. Nach seiner Autorisierung als Bergführer arbeitete er zunächst an der Outward Bound Schule im Kleinwalsertal, bevor er1971 die Bergschule Oberallgäu von seinem Lehrmeister übernahm und sie zu einer international tätigen Bergsteigerschule ausbaute.1974 gehörte Udo Zehetleitner zu den ersten staatlich geprüften Berg- und Skiführern in Bayern. Über viele Jahre engagierte er sich in der Ausbildung des Berufsnachwuchses, arbeitete in der Ausbildungskommission mit und brachte seine Erfahrung auch auf internationaler Ebene innerhalb der IVBV ein. Die Weitergabe von Wissen und Verantwortung für kommende Generationen gehörte für ihn selbstverständlich zum Berufsverständnis eines Bergführers. Als Bergführer war Udo Zehetleitner weltweit unterwegs. Insgesamt war er 55 Jahre im Beruftätig und führte Gäste in den Alpen ebenso wie auf Expeditionen rund um den Globus.
Fast120-mal stand er auf dem Matterhorn, 35-mal auf dem Kilimandscharo. Zu den Höhepunkten seines alpinistischen Lebens zählen die Erstbesteigung des 7.553 Meter hohen Changtse im Jahr 1982, die Teilnahme an der Tiroler Nanga-Parbat-Expedition 1985 sowie die Besteigung des Cho Oyu im Jahr 1990. Weit über seine persönlichen bergsteigerischen Erfolge hinaus hat Udo Zehetleitner den Alpinismus nachhaltig mitgestaltet. Nach mehreren Jahren intensiver Erkundung entwickelteer Ende der 1970er-Jahre die geführte Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Meran und nahm sie 1980 in das Programm seiner Bergschule auf. Mit dem Aufbau eines verlässlichen Netzwerks aus Hütten, Hotels und Transportunternehmen schuf er ein Konzept, das bis heute den Alpentourismus prägt und von zahlreichen Anbietern übernommen wurde. Mit Udo verliert der Berufsstand einen außergewöhnlichen Bergführer, Ausbilder und Unternehmer, der Generationen von Bergführerinnen und Bergführern geprägt und den professionellen Bergsport nachhaltig mitgestaltet hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.
Verband Deutscher Berg- und Skiführer e. V.
Michael Schott, für den Vorstand